November 27, 2021

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Ausbildungszulagen ab 15

Per August 2020 gilt die angepasste Gesetzgebung für die Familienzulagen. Insbesondere wird die Alterslimite für Ausbildungszulagen von 16 auf 15 Jahre gesenkt - weitere Neuerungen wurden eingeführt, es wurde aber auch eine Chance verpasst.

Für Kinder, welche die obligatorische Schulzeit abgeschlossen, eine (nachobligatorische) Ausbildung (Lehre oder Studium) angefangen und noch nicht 16 Jahre alt sind, kann bzw. konnte bis Ende Juli 2020 keine Ausbildungszulage beantragt werden.

Ausbildungszulagen

Seit dem 1. August 2020 – kongruent zum Beginn des Schuljahres – gilt eine neue, flexibel ausgestaltete gesetzliche Grundlage. Diese lässt zu, dass Ausbildungszulagen dann beantragt werden können, wenn das Kind das 15. Altersjahr vollendet UND es sich in der nachobligatorischen Ausbildung befindet. Ist eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, werden ’nur‘ Kinderzulagen gewährt.

Familienzulagen für alleinerziehende Mütter

Eine weitere wichtige Anpassung im Familienzulagengesetz betrifft alleinerziehende Mütter im obligatorischen Mutterschaftsurlaub:

Bis Juli 2020 bestand für diese Frauen während den ersten 14 Wochen nach der Geburt kein direktes Bezugsrecht von Familienzulagen. In der Regel bezog in solchen Situationen der Vater die Zulagen ab dem Geburtsmonat.
Fehlte es nun aber (rechtlich) am Vater, weil dieser die Vaterschaftsanerkennung verweigerte, entfiel das Anrecht auf Kinderzulagen komplett.

Seit dem 1. August 2020 können frischgebackene Mütter Familienzulagen als Nichterwerbstätige beantragen bzw. beziehen.

Verpasste Chance

Weiterhin nicht geschlossen bleibt die Lücke, wonach der Anspruch auf Familienzulagen entfällt, wenn jemand länger als 3 Monate lang infolge Krankheit kein AHV-pflichtiges Einkommen bezieht. (Taggelder von Kranken- und Unfallversicherungen gelten nicht als AHV-pflichtiges Einkommen).

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