November 27, 2021

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Der UVG-Code in der Lohnsoftware

Wird eine Lohnsoftware eingesetzt, ist die korrekte Erfassung sämtlicher Stammdaten elementar. Ein wichtiger Bestandteil ist der Suva- respektive der UVG-Code.

Werden die Löhne mit einer Lohnsoftware abgerechnet, müssen zunächst alle relevanten Stammdaten seriös erfasst sein. Nur so ist sichergestellt, dass einerseits die Löhne korrekt abgerechnet und andererseits die Daten an die verschiedenen Stakeholder (Steuerämter, Sozialversicherungen) übermittelt werden können.

Die SUVA als grösste Unfallversicherung war – nebst anderen – treibende Kraft beim Aufbau des ELM-Standards (Einheitliches Lohnmeldeverfahren). Ein Element dieses Standards ist der UVG-Code welcher aufgrund der führenden Rolle der SUVA oft auch als SUVA-Code bezeichnet wird.

Aufbau des Codes

Der UVG-Code wird von der Unfallversicherung vorgegeben (ELM-Profil verlangen). Der Code besteht aus zwei Stellen: ein Buchstabe an erster Stelle, eine Zahl an zweiter Stelle.

Der Buchstabe steht für den Betriebsteil. Meist wird die ganze Firma (also alle Angestellten) als ein Betriebsteil betrachtet. Eine Unterteilung in verschiedene Betriebsteile erfolgt dann, wenn Abteilungen mit komplett unterschiedlichen Versicherungsrisiken beschäftigt werden (beispielsweise Büro und Baustelle). Sollen die Lohndaten via ELM an die Unfallversicherung übermittelt werden, muss in der Software unbedingt der von der Versicherung vorgegebene Buchstabe hinterlegt werden.

Mit der Zahl im Code wird gesteuert, ob und wie die arbeitnehmende Person versichert ist und wer die NBU-Prämie bezahlt:

  • 0 (null): Die betreffende Person ist NICHT nach UVG versichert.
    Beispiel: nicht mitarbeitende Verwaltungsratsmitglieder oder im Ausland versicherte Personen
  • 1 (eins): Die betreffende Person ist bei Berufsunfällen (BUV) und bei Nichtberufsunfällen (NBUV) versichert.
    Auf der Lohnabrechnung wird die Prämie für den NBUV-Teil belastet. Der/die Arbeitgebende kann dem/der Mitarbeitenden die volle oder auch nur einen Teil der NBUV-Prämie belasten.
    Die BUV-Prämie muss zwingend vom/von der Arbeitgebenden getragen werden.
  • 2 (zwei): Die betreffende Person ist BUV- und NBUV-versichert.
    Dem/der Mitarbeitenden wird aber keine Prämie belastet. Die gesamte Prämie wird vom/von der Arbeitgebenden getragen.
  • 3 (drei): Die betreffende Person ist nur BUV-versichert.
    Beträgt das Arbeitspensum maximal 8 Stunden pro Woche, muss sich der/die Arbeitnehmende selber um Versicherungsschutz bei Nichtberufsunfall (NBUV) kümmern. In der Regel erfolgt das im Rahmen einer Zusatzdeckung bei der Krankenkasse. In diesem Fall ist die Person gemäss KVG versichert, nicht gemäss UVG. Worin hier der Unterschied besteht, ist im Beitrag zur Abredeversicherung umschrieben.

Einfluss des UVG-Codes

Es ist wichtig, auf dem Personalstamm den korrekten UVG-Code zu hinterlegen. Der Code beeinflusst die Berechnung des ausbezahlten Lohnes ebenso wie die an die Versicherung übermittelte Lohnsumme.

Ein Beispiel:
Im Personalstamm eines nicht mitarbeitenden Verwaltungsrates könnte als UVG-Code – fälschlicherweise – A2 oder A3 hinterlegt werden. Das hätte keinen Einfluss auf die Nettozahlung – aber das vergütete Honorar würde mit in die prämienpflichtige Lohnsumme eingerechnet, die von der Unfallversicherung in Rechnung gestellte Prämie fällt entsprechend höher aus.

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