November 27, 2021

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Kurzarbeit bei Angestellten im Stundenlohn

Die Abrechnung von Kurzarbeit bei Angestellten im Stundenlohn ist simpler, trotzdem sind wichtige Punkte zu beachten.

Die Abrechnung von Kurzarbeit gestaltet sich bei Angestellten im Stundenlohn einfacher – denn der Stundensatz muss nicht ermittelt werden, dieser ist ja als Basisentschädigung festgelegt.

So simpel das Grundprinzip auch ist, das eine oder andere Fettnäpfchen lauert auch hier:

Grundsätzlich werden die Ausfallstunden zum vereinbarten Stundenlohn vergütet, davon werden 20% abgezogen, weil ja nur 80% des Lohnes als Ausfallentschädigung vergütet werden.

Die Anzahl Ausfallstunden sind – gestützt auf Artikel 57 der Verordnung zum AVIG – auf Basis der Anzahl durchschnittlich gearbeiteter Stunden der letzten 12 Monate zu bestimmen. Hat die arbeitnehmende Person in den 12 Monaten vor der Kurzarbeit also im Durchschnitt 50 Stunden monatlich gearbeitet und konnte die Person infolge Kurzarbeit nur 20 Stunden beschäftigt werden, so sind 30 Stunden als Kurzarbeitsentschädigung zu entrichten.

Zu beachten ist, ob der vereinbarte Stundenlohn bereits einen Anteil Ferien- und/oder Feiertage enthält oder nicht.

Falls nicht, müssen die gleichen Anteile Ferien und Feiertage auf die Vergütung der Ausfallstunden (also auf 100%) zugeschlagen werden. Die Lohnkürzung von 20% hingegen darf sich nur auf den Nettobetrag ohne Ferien beziehen.

Sind aber im vereinbarten Stundenlohn bereits Anteile Ferien und Feiertage enthalten, erübrigt sich der Zuschlag auf die Vergütung. Die Lohnkürzung um 20% darf auch nur auf dem Nettoanteil erfolgen.

Die Thematik betreffend Rückstellung des (Anteils) 13. Monatslohnes verhält sich gleich, wie im Beitrag Kurzarbeit: die Krux mit dem 13. Monatslohn beschrieben, sofern der Anteil 13ter bis zum Ende des Jahres zurückbehalten und erst dann ausbezahlt wird.

Bei laufender Auszahlung des Anteils 13ter darf bzw. soll dieser gleich mit der Abrechnung gekürzt werden.

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