November 27, 2021

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Kurzarbeit: Mitarbeitende auf Abruf

Ende Oktober 2020 hat der Bundesrat beschlossen, den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung auch auf Mitarbeitende auf Abruf auszudehnen. Die Änderung tritt rückwirkend auf den 1. September 2020 in Kraft und ist bis 30. Juni 2021 befristet (zumindest vorerst…).

‚Auf Abruf‘ wird in der entsprechenden Verordnung definiert als ‚deren Beschäftigungsgrad starken Schwankungen unterliegt (mehr als 20%)‘.

Damit die administrative Abwicklung für Payroller/innen nicht all zu einfach wird, ist der Anspruch beschränkt auf Personen, welche seit mindestens 6 Monaten in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen. Arbeitnehmende, welche also NACH dem 1. März 2020 eingestellt wurden, haben keinen Anspruch. Arbeitnehmende, mit welchen lediglich ein befristetes Arbeitsverhältnis eingegangen wurde, haben ebenfalls keinen Anspruch.

Einfluss auf die Payroll

Zunächst einmal gilt es, die anspruchsberechtigten Personen zu bestimmen. Das sagt bzw. schreibt sich so einfach, kann aber durchaus seine Tücken haben – je nach eingesetzter Software und je nach Vorgehensweise bei der Zeiterfassung (zum Beispiel aus Umsystemen).

Weiter stellt sich die Frage, auf wie viel Lohn denn die Kurzarbeitsentschädigung beantragt bzw. vergütet werden soll. Dazu lautet unsere Empfehlung: stützen Sie sich auf die Vorgehensweise bei der Bestimmung von Taggeldansprüchen bei Versicherungen: stützen Sie ab auf einen repräsentativen, durchschnittlichen Beschäftigungsgrad. Diesen erhalten Sie, wenn Sie die gearbeiteten Stunden der betroffenen Arbeitnehmenden während der Zeit von März 2019 bis Februar 2020 summieren und durch 12 teilen. Die so errechnete Anzahl Stunden zahlen Sie der Arbeitnehmenden Person als Kurzarbeitsentschädigung (gekürzt um 20%) aus bzw. rechnen Sie mit der Arbeitslosenkasse ab.

Hier gelangen Sie zur entsprechenden Medienmitteilung des Bundes.

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