November 27, 2021

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Lohnausfallrisiko bei Krankheit

Die Arbeitnehmenden einer kollektiven Krankentaggeldversicherung anzuschliessen bietet beiden Seiten Vorteile. Falls die von Arbeitgeberseite abgeschlossene Versicherungslösung Leistungslücken aufweisen, können Arbeitnehmende selber zusätzlichen Versicherungsschutz kaufen.

Krankentaggeldversicherung kollektiv

Mit dem Abschluss einer kollektiven Krankentaggeldversicherung decken Arbeitgebende einen grossen Teil des finanziellen Risikos der Lohnfortzahlung ab.

Meist wird eine Karenzfrist vereinbart: 30, 60, vielleicht 90 Tage. Während dieser Karenzfrist muss der/die Arbeitgebende Lohnfortzahlung im Umfang von mindestens 80% leisten. OR 324b erwähnt zwar, dass diese Regelung bei Vorhandensein einer obligatorischen Versicherung gilt, sie hat sich aber auch für die Krankentaggeldversicherung (diese ist nicht obligatorisch) etabliert.

Insgesamt profitieren Arbeitgebende und Arbeitnehmende von einer bestehenden Kollektivversicherung:

Arbeitgebende müssen nur währen der vereinbarten Karenzzeit für die Lohnfortzahlung aufkommen

Die Arbeitnehmerschaft einer kollektiven Krankentaggeldversicherung anzuschliessen bietet beiden Seiten Vorteile. Und sollten trotz dieser Versicherung Leistungslücken bestehen, können Arbeitnehmende selber zusätzlichen Versicherungsschutz kaufen.

Krankentaggeldversicherung kollektiv

Mit dem Abschluss einer kollektiven Krankentaggeldversicherung decken Arbeitgebende einen grossen Teil des Risikos der Lohnfortzahlung ab.

Meist wird eine Karenzfrist vereinbart: 30, 60, vielleicht 90 Tage, selten länger, selten kürzer. Während dieser Karenzfrist muss der/die Arbeitgebende Lohnfortzahlung im Umfang von mindestens 80% leisten. OR 324b erwähnt zwar, dass diese Regelung bei Vorhandensein einer obligatorischen Versicherung gilt, sie hat sich aber auch im Krankheitsfall (die Krankentaggeldversicherung ist nicht obligatorisch) etabliert.

Insgesamt profitieren nicht nur Arbeitgebende sondern auch Arbeitnehmende von einer bestehenden kollektiven Krankentaggeldversicherung:

Arbeitgebende müssen nur während der vereinbarten Karenzzeit für die Lohnfortzahlung aufkommen, Arbeitnehmende erhalten insgesamt länger Lohnfortzahlung respektive Taggelder.

Krankentaggeldversicherung für Arbeitnehmende

Oft bezahlt der/die Arbeitgeberin zunächst während der Karenzfrist und dann insbesondere bei länger andauernden Krankheit keinen zusätzlichen Lohn (mehr). Das bedeutet: erkrankte Arbeitnehmende müssen mit nur noch 80% des ursprünglichen Gehaltes auskommen.

Die ausfallenden 20% können im Rahmen einer privaten Krankentaggeldversicherung versichert werden. Allerdings empfiehlt sich hier auch für Arbeitnehmende eine Karenzfrist – denn eine Versicherung, welche ab dem ersten Krankheitstag Leistungen erbringen muss, ist teuer.

Die Leistungsdauer der Policen für Krankentaggeldversicherungen ist in der Regel auf 720 oder 730 Tage begrenzt. Die Versicherungen argumentieren damit, dass nach dieser Zeit Leistungen von der IV erfolgen. Die IV ist in der Regel aber nach 720 Tagen noch immer damit beschäftigt, abzuklären, ob überhaupt Anspruch auf IV-Taggelder besteht. Es enspricht leider nicht dem Extrem- sondern dem Normalfall, dass Betroffene nach 720 repsektive 730 Tagen Krankheit ohne Ersatzeinkommen dastehen und erst mal auf das Sozialamt angewiesen sind. Sobald sich also ein länger andauernder Krankheitsverlauf abzeichnet, sollte umgehend die IV-Anmeldung erfolgen. Im besten Fall – also wenn die betroffene Person wieder gesund wird – ist die Anmeldung schnell wieder zurückgezogen.

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